Rum aus Jamaika

Rum aus Jamaika

Jamaika ist ein Inselstaat in der Karibik, der für seinen Rum bekannt
ist. Nachdem im 15. Jahrhundert die Europäer Zuckerrohrpflanzen nach
Süd- und Mittelamerika gebracht haben, wurden diese dort in großem
Umfang kultiviert. Zuckerrohrplantagen gab es bald in vielen Regionen,
so auch auf verschiedenen Karibikinseln.


Etwa 1750 haben Don Bacardi (Kuba) und Felice Presto (Jamaika)
herausgefunden, wie weißer Rum hergestellt wird. Im Gegensatz zu Bacardi
hat die Destillerie von Felice Presto die Zeiten nicht überdauert. 1890
wurde sie zerstört und konnte nie wieder zu altem Ru(h)m zurückfinden.

Heute gibt es eine große Anzahl an Rumerzeugern in Jamaika, die klaren,
hellen und dunklen Rum herstellen.

Das Klima auf Jamaika ist ideal für den Anbau von Zuckerrohr, das die
Grundlage für jeden Rum bildet. In der Regel wird Rum aus Melasse
(Zuckersirup) hergestellt, in seltenen Fällen wird auch frischer
Zuckerrohrsaft für die Erzeugung von Rum aus Jamaika verwendet.

Die Melasse wird mit Wasser verdünnt, was die Maische ergibt, die
fermentiert und damit zur Gärung gebracht wird. Die daraus entstehende
Flüssigkeit hat einen geringen Alkoholgehalt von bis zu 5% und wird
destilliert. Nach dem Destillationsprozess hat der Rum einen
Alkoholgehalt zwischen 65 und 75%.

Für den weißen Rum wird dieses Destillat mit destilliertem Wasser
verdünnt, um den Alkoholgehalt zu reduzieren. Erhältlich ist weißer Rum
in der Regel mit einem Alkoholgehalt zwischen 40 und 55%.

Um braunen Rum zu erzeugen, wird der weiße Rum für einige Monate in
Eichenfässern gelagert. Im Laufe dieses Prozesses nimmt er Farbstoffe
aus dem Holz auf. Oftmals wird brauner Rum aber zusätzlich mit
Zuckercouleur stärker eingefärbt.

Jamaika-Rum ist in der Regel sehr kräftig und würzig im Geschmack und
daher leicht von Rum aus anderen Ländern zu unterscheiden. Ist der Rum
nicht sorgfältig erzeugt worden, also von minderer Qualität, ist er oft
beißend und scharf, sodass er kaum pur getrunken werden kann.

Guter Rum aus Jamaika hat eine mehrmonatige Reifezeit im Holzfass hinter
sich, ehe er in Flaschen gefüllt und verkauft wird. Diese edlen Tropfen
zeichnet ihre runde, weiche Art aus. Während der Lagerung im Fass
verliert der Rum an Alkohol und nimmt Aromen aus dem Holz an, was ihm
häufig eine warme Vanillenote verleiht.

Seit einiger Zeit sind, aromatisierte Spirituosen sehr beliebt. Dieser
Trend hat auch vor dem Rum nicht haltgemacht. So sind inzwischen
verschiedene Flavoured Rums erhältlich. Dabei handelt es sich in der
Regel um weißen Rum, der aromatisiert wurde, zum Beispiel mit
Orangenaroma. In den meisten Fällen liegt der Alkoholgehalt bei diesen
Produkten unter dem eines typischen Rums – weit verbreitet ist ein Wert
von 37,5%.

Aber auch alle die  Jamaikanischen Rum nicht schätzen, können auch in Jamaika ein gemütliches Glas Rotwein trinken.

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